Schwimmen bei Nacht

Die Nacht hat etwas Magisches. Sie fasziniert uns und das nicht erst seit gestern. Schon vor hunderten von Jahren schrieb man der Nacht mystische Kräfte zu, man fand sie zugleich unheimlich und anziehend. In der Nacht erscheint alles irgendwie anders, man nimmt Dinge anders wahr, auch weil wir dann auf alle unsere Sinne zur Wahrnehmung angewiesen sind, denn die Augen allein sehen nicht viel.

Die Nacht intensiv erleben

Man hört intensiver, man riecht intensiver und man spürt auch mit mehr Gefühl. All das und noch mehr sind wohl die Gründe, warum es im Sommer hier und da beispielsweise auch Menschen an Baggerseen zieht – in der Nacht. Sie wollen ganz bewusst in der Dunkelheit schwimmen gehen. Unter einem schwarzen Sternenhimmel, am besten noch mit Vollmond. Die Wasseroberfläche spiegelt das Treiben am Himmel, die Wellen schimmern sanft. Der Mond hüllt die gesamte Umgebung in ein viel weicheres und zarteres Licht als es tagsüber die Sonne tut.

Vollkommene Ruhe?

Und man ist in der Regel auch relativ ungestört, denn das große Treiben findet bei Tage statt. Nachts verirrt sich kaum einer ans Wasser. Und so können die, die den Mantel der Dunkelheit suchen, ihr Erlebnis meist in aller Ruhe genießen. Apropos Ruhe – nachts sind auch andere Geräusche wahrnehmbar als am Tag. Die Vögel zwitschern nicht, dafür hört man aber Grillen und andere Tiere der Nacht, die sich nun auf Nahrungssuche begeben. Wenn man beim Schwimmen still ist und vielleicht am besten die Augen schließt, kann man sicher das ein oder andere Tier ausmachen.

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